Country-Bluegrass Music – ein regionales Problem?

Anmeldung zum Symposium am 25.01.2015

Desolate Buchungslagen… keine Gäste… schlechte Gagen … usw.

Ein Problem, das viele Country-/Bluegrass Bands, Solo-Musiker, Veranstalter und andere Anbieter in der Region München nur zu gut kennen – und keiner kann so richtig sagen woran es liegt.

Aus diesem Grund startet der Verbund Southernstars e.V. eine Initiative, um der Sache in einem “ersten Schritt” ernsthaft auf den Grund gehen.

Das Treffen findet am 
25.01.2015 in der Zeit von 13:00 Uhr bis 16 Uhr statt.
Ort: Hausler-Hof, Garchinger Weg 72, 85399 Hallbergmoos

Eingeladen sind Musiker, Bands, Veranstalter und alle diejenigen, die zu diesen Themen ernsthafte und wertvolle Beiträge bringen können.

Bitte hier anmelden:



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Ein erster Artikel zum Thema (Dez. 2014)

Liebe Country Music und Bluegrass Freunde,

die Country und Bluegrass Music-Szene in und um die Münchner Region liegt schon seit Jahren auf dem Sterbebett und findet nur noch punktuell statt.
Das liegt vermutlich zum einen am natürlichen Generationswechsel und letztendlich am gesunkenen Interesse der Menschen.
Desweiteren kam es mit Sicherheit in der Vergangenheit auch zu einer Übersättigung des Marktes, was auch zum Teil von vielen Bands getrieben wurde, die mal schnell auf den “Country Music Zug” aufsprangen. Im Zeitalter der Digitalisierung (Midifiles) ein leichtes für viele Hobbymusiker, die sich dann als Profis verkauften…
In Konsequenz kam es dann zu “Kampf-Gagen”, die weit unter den sonst üblichen Preisen lagen. Viele Beispiele zeigen das!
Wenn zum Beispiel eine vierköpfige Countryband aus dem Osten für Sage und schreibe 300 Euro nach München anreiste, dann konnten und können unsere regionalen Bands nicht “Überleben”. Zum einen nicht wegen den Gagen und zum anderen nicht, weil sie keine Auftritte bekommen.

Ein weiterer Punkt ist, dass Bands, die ehrliche handgemachte Country/Bluegrass Music anbieten zusätzlich möglichst auch noch ein Party-/Oldie-/Rock-Programm im Repertoire haben sollten, um möglichst ein breites Publikum anzusprechen. Getreu dem Motto, die Masse macht’s, engagieren Veranstalter dann nur noch solche Bands, die erfahrungsgemäß auch ein Garant für ein volles Haus sind oder sich eben so günstig anbieten, dass Veranstalter dennoch Gewinne einfahren können.
Bands, die jedoch an ihrem Style und Programm sowie letztendlich an ihren Gagen festhalten, sind dann die leidtragenden und geben nach und nach auf.
Aber das darf nicht passieren – handgemachte und gute Music darf nicht aussterben! Leider denken aber nur noch sehr wenige Leute so (Generationswechsel).

Aber wie kann man Veranstalter dazu bewegen Country/Bluegrass Bands zu buchen, damit evtl. auch die neue Generation zum Umdenken angeregt wird?
Sehr viele (meist ältere) bleiben doch mittlerweile lieber zu Hause, als auf Live Music-Events zu gehen, die zudem nur noch von 30 bis 50 Leuten besucht werden. Aber das zu Hause bleiben hat ja auch seine berechtigten Gründe. Der Alltag fordert seinen Tribut und die Freizeit ist kostbarer denje geworden und obendrein waren es auch diese Leute, die viele Jahre auf Events unterwegs waren und nun „müde“ sind.
Die Veranstalter haben jedenfalls reagiert, weil sie auch reagieren mussten, wenn die Leute ausbleiben.
In und rund um München gibt es eine Vielzahl an Musik-Events mit Party-Garantie, wenn auch nicht gerade mit Country/Bluegrass Live Music. Wohin gehen also die Leute? Doch nicht auf solche Music-Events, weil sie diese unterstützen wollen und falls sie doch dort hingehen, weil bekannt ist, dass es dort auch ordentlich kracht!

Mit „Texas Lightning“ und „No No Never“ erlebte die Country Music-Szene in Deutschland im Jahr 2006 eine Renaissance und jeder Veranstalter beschäftigte sich plötzlich wieder mit dem Country- und Westernthema.
Ist es vielleicht das was wir brauchen? Eine neues „No No Never“, damit die Veranstalter wieder ermutigt werden und die neue Generation angesprochen wird?

Vielfältige Themen, die es zu diskutieren gilt, um vielleicht etwas zu verbessern. Ob dabei etwas herauskommen wird bleibt abzuwarten. Ein „Allheilmittel“ und „zündende Ideen“ wird es sicherlich nicht geben, aber vom „rumjammern“ und „Killer-Phrasen“ erst recht nicht.
Also los liebe Leute lasst uns zusammenkommen und darüber reden/diskutieren…

Herzliche Grüße Euch allen

Andy Streit

Ergebnis des geplanten Symposium: http://www.southernstars.de/neu/uncategorized/country-bluegrass-music-symposium-abgesagt/